{"id":183,"date":"2009-01-31T15:59:54","date_gmt":"2009-01-31T14:59:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theater-lassee.at\/?page_id=183"},"modified":"2016-04-28T23:59:57","modified_gmt":"2016-04-28T22:59:57","slug":"ein-sommernachtstraum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archive.theater-lassee.at\/?page_id=183","title":{"rendered":"Ein Sommernachtstraum"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8220;I hob an seltenen Traum ghobt &#8211;<br \/>\ndea geht \u00fcba Menschenvastaund hinaus.<br \/>\nDa Mensch is a Esel, waun a glaubt,<br \/>\ndass er den Traum deiten kaun.<br \/>\nDes Menschen Auge kauns net h\u00f6rn,<br \/>\ndes Menschen Ohr kauns net sehn,<br \/>\ndes Menschen Haund kauns net schmecken,<br \/>\ndes Menschen Zunge kauns net fassen<br \/>\nund sei Herz kauns net erz\u00e4hln.&#8221; <\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Das St\u00fcck<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Shakespeares &#8220;Sommernachtstraum&#8221; entstand um 1595, zu einer Zeit, als bei uns noch die Hexenverfolgung w\u00fctete. Dass es trotz der inzwischen vergangenen 410 Jahre nichts an Aktualit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft hat, zeugt von der Vitalit\u00e4t dieses zauberhaften St\u00fcckes, das zum Prototyp des phantastischen Theaters geworden und in seiner Vielschichtigkeit bis heute unerreicht geblieben ist.<\/p>\n<p>Drei Welten werden ineinander verwoben:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Welt des Adels gehorcht blind alten Traditionen und fest gef\u00fcgten Regeln. Hier k\u00e4mpfen unsere Liebenden um ihre Zukunft.<\/li>\n<li>Die Welt der Elfen und Feen war den Menschen des ausgehenden 16. Jahrhunderts sicherlich noch vertrauter als uns heute. Sie bietet einen alternativen Lebensvorschlag &#8211; das Leben hier ist spielerisch und leicht, unschuldig und erotisch.<\/li>\n<li>Die Welt der Handwerker stellt ein wesentliches komisches Element des St\u00fcckes dar. Die Handwerker scheitern an dem Versuch, die gro\u00dfe Welt der hehren Kunst und feinen Sitten zu beherrschen, und doch hat ihr Scheitern Elan und Grandezza.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Noch vier Tage sind es bis zur Hochzeit von Theseus, Herzog von Athen, mit Hippolyta, K\u00f6nigin der Amazonen. In dieser Zeit muss Hermia sich entscheiden, ob sie es vorzieht, nach dem Willen ihres Vaters den verhassten Demetrius zu heiraten oder ihre Tage im Kloster zu verbringen. Sie entschlie\u00dft sich zur Flucht mit Lysander, ihrem Geliebten. Als ihre Freundin Helena davon erf\u00e4hrt, verspricht diese sich in ihrer Liebe zu Demetrius einen Vorteil davon, ihm das Geheimnis zu verraten und auf der Suche nach Lysander und Hermia in den Wald zu folgen. Dort liegen Oberon und Titania, das Elfenk\u00f6nigspaar, in eifers\u00fcchtigem Streit. Oberons Kobold Puck st\u00fcrzt die vier Liebenden in tiefe Verwirrung und treibt auch mit sechs biederen Handwerkern sein Spiel, die sich in den Wald zur\u00fcckgezogen haben, um ihr Hochzeitsgeschenk f\u00fcr den Herzog zu proben, das Schauspiel von &#8220;Pyramus und Thisbe&#8221;&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Der Autor<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Shakespeares Biographie l\u00e4sst sich nur mangelhaft rekonstruieren, wei\u00df man doch nicht einmal mit v\u00f6lliger Sicherheit, ob er \u00fcberhaupt der Verfasser der ihm zugeschriebenen Werke war.<\/p>\n<p>William Shakespeare wurde am 26. April 1564 in Stratford-upon-Avon, Warwickshire, getauft, seinen Geburtstag datiert man der Einfachheit halber auf den 23. April &#8211; ist er doch 1616 am gleichen Tag verstorben. Williams Vater John war ein angesehener Landwirt und H\u00e4ndler, sp\u00e4ter sogar Stadtverwalter. Seine Mutter, Mary Arden of Wilmcote, entstammte einem alten, aber unbedeutenden Adelsgeschlecht. Wahrscheinlich erhielt William eine gute Ausbildung, die sich auf das Studium der lateinischen Sprache, Dichtung und Geschichte konzentrierte. Er besuchte jedoch keine Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>1582 heiratete er im Alter von 18 Jahren Anne Hathaway. 1583 wurde Tochter Susanna getauft, 1585 erblickten die Zwillinge Hamnet und Judith das Licht der Welt. Hamnet, Shakespeares einziger Sohn, starb jedoch im Alter von elf Jahren.<\/p>\n<p>Schon bald nach seiner \u00dcbersiedelung nach London zog sich Shakespeare den Neid anderer Dramatiker zu. So bezeichnete ihn zum Beispiel Graham Greene als &#8220;Kr\u00e4he, die sich mit unseren Federn schm\u00fcckt&#8221;. Ab 1594 geh\u00f6rte er der Schauspielertruppe &#8220;King&#8217;s Men&#8221; an, die vor allem im ber\u00fchmten Globe-Theatre spielte.<\/p>\n<p>William Shakespeare starb am 23. April 1616. Er wurde im Chor der Gemeindekirche zu Stratford begraben.<\/p>\n<p>Bekannteste dramatische Werke:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8220;Die Kom\u00f6die der Irrungen&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Richard III.&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Der Widerspenstigen Z\u00e4hmung&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Romeo und Julia&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Ein Sommernachtstraum&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Der Kaufmann von Venedig&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Viel L\u00e4rm um nichts&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Julius Caesar&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Wie es Euch gef\u00e4llt&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Was Ihr wollt&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Hamlet&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Othello&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;K\u00f6nig Lear&#8221;<\/li>\n<li>&#8220;Macbeth&#8221;<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die Besetzung<\/strong><\/span><\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td colspan=\"2\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Welt der Adeligen:<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Theseus, Herzog von Athen<\/td>\n<td>Michael Ankowitsch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Hippolyta, seine Braut<\/td>\n<td>Susanne Gasselich<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Philostrat, Bediensteter des Herzogs<\/td>\n<td>Antonia Valsky<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Egeus, Vater der Hermia<\/td>\n<td>Franz Kosak<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Hermia, in Lysander verliebt<\/td>\n<td>Magdalena Matczak<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Lysander, in Hermia verliebt<\/td>\n<td>Christian Stubits<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Helena, in Demetrius verliebt<\/td>\n<td>Eva-Maria Hansy<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Demetrius, auch in Hermia verliebt<\/td>\n<td>Max Fabigan<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td colspan=\"2\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Welt der Elfen:<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Oberon, Elfenk\u00f6nig<\/td>\n<td>Rudolf Votzi<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Titania, Elfenk\u00f6nigin<\/td>\n<td>Gerti Daubek<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>J\u00fcngling, das Streitobjekt<\/td>\n<td>Markus Bittner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Puck<\/td>\n<td>Sonja Danis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Brummer<\/td>\n<td>Gottfried &#8220;Laf&#8221; Wurm<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Made<\/td>\n<td>Rudolf Busam<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Schabe<\/td>\n<td>Christoph Riedm\u00fcller<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Bohnenbl\u00fcte<\/td>\n<td>Monika Riedm\u00fcller<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Spinnweb<\/td>\n<td>Jasmin Steiner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Motte<\/td>\n<td>Erna Katzenschlager<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Senfsamen<\/td>\n<td>Doris Riedm\u00fcller<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Nachtigall<\/td>\n<td>Lisa Ordelt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Rosenknospe<\/td>\n<td>Brigitte Sommer<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Paradiesvogel<\/td>\n<td>Isabell Paminger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Hagebutte<\/td>\n<td>Romana Klein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td colspan=\"2\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Welt der Handwerker:<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Zettel, sp\u00e4ter &#8220;Pyramus&#8221;<\/td>\n<td>Johannes Schreiner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Squenz, sp\u00e4ter &#8220;Prolog&#8221;<\/td>\n<td>Hilde Klauda<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Flaut, sp\u00e4ter &#8220;Thisbe&#8221;<\/td>\n<td>Christoph M\u00fcllner<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Schnauz, sp\u00e4ter &#8220;Wand&#8221;<\/td>\n<td>Michaela Breuer<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Schnock, sp\u00e4ter &#8220;L\u00f6we&#8221;<\/td>\n<td>Werner Waraschitz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Schlucker, sp\u00e4ter &#8220;Mondschein&#8221;<\/td>\n<td>Ulrike Ankowitsch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die Regie<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Welt der Adeligen, Gesamtleitung<\/td>\n<td>Rudolf Votzi<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Welt der Elfen<\/td>\n<td>Sylvia Votzi und Elisabeth Riedm\u00fcller<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Welt der Handwerker<\/td>\n<td>Eva-Maria Hansy<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Die Fotos<\/strong><\/span><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;I hob an seltenen Traum ghobt &#8211; dea geht \u00fcba Menschenvastaund hinaus. 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